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20.07.10

Hannover Rück IT: Hochleistungssysteme für Kunden weltweit

Managed IT Services


Kunden weltweit jederzeit optimal unterstützen – diesem Grundsatz hat sich die Hannover Rück IT verschrieben. Als Dienstleister für die Hannover Rück, eine der führenden Rückversicherungs-gruppen der Welt, stellt das Unternehmen komplexe E-Business-Anwendungen für Versicherer und Makler verteilt über den gesamten Globus. Über 5.000 Versicherungsunternehmen in 150 Ländern unterhalten Geschäftsbeziehungen zu dem Rückversicherer. Hannover Rück IT sorgt hier auf Applikationsebene für den entsprechenden Kundenservice: Anwendungen in den verschiedensten Sprachen zu unterschiedlichen Themen helfen, die Arbeit der Versicherer so komfortabel und präzise wie möglich zu gestalten. Die technischen Voraussetzungen für diesen Anspruch erfüllen BCC und BTC: Als Managed Services Provider betreuen die beiden Schwestern im EWE-Konzern die Web-Hosting-Systemlandschaft der Hannover Rück IT.

 

Die weltweite Nutzung der Systeme verlangt eine absolute Hochleistungsarchitektur. Das Unternehmen entschied sich daher, die Web-Hosting-Dienstleistung an einen kompetenten Dienstleister abzugeben. „In unserer internationalen Tätigkeit ist die ständige Verfügbarkeit unserer Anwendungen maßgeblich für den Geschäftserfolg“, betont Markus Junior, IT-Projektleiter bei Hannover Rück IT. „Wir bieten unseren Kunden via Internet hochkomplexe interaktive Applikationen, die sie unkompliziert nutzen können. Da muss die technische Seite jederzeit stimmen.“

 

Professionelles Provider-Konzept gefordert

 

Bei der Vergabe des Projektes stellte das Unternehmen hohe Ansprüche an den künftigen Provider: Neben dem Aufbau der Serverlandschaft sind der Betrieb der Lösung sowie die Applikationsübernahme Bestandteil der Aufgabe. Die Kriterien für die Vergabe gingen dabei weit über herkömmliche Systemhausleistungen hinaus: „Unser Dienstleister sollte nicht nur die Architektur planen und bereitstellen, sondern auch rund um die Uhr reibungslos betreiben können“, erklärt Junior. „Die Userzahlen unserer über das Internet angebotenen Applikationen liegen im drei- bis vierstelligen Bereich. Da ist eine stabile und performante Umgebung Grundlage für unsere Services.“ Eine weitere Voraussetzung für die neue IT-Infrastruktur sieht Junior in der Skalierbarkeit: „Im Rückversicherungsgeschäft verändern sich die Märkte ständig. Daraus resultieren neue Geschäftsfelder, auf die wir mit entsprechenden Applikationen reagieren müssen. Das setzt eine Lösung voraus, die über Jahre flexibel anpassbar bleibt.“ Die Service-Applikationen laufen durch ihre Komplexität extrem zeitkritisch – ein weiterer Grund für höchste Verfügbarkeiten. Die Daten, die auf den Systemen verwendet werden, sind streng vertraulich. Daher forderte Hannover Rück IT sicherheitstechnisch hohe Restriktionen.

 

Echte Redundanz prägt die Lösung

 

BCC trat in dem Projekt als Generalunternehmer auf. BTC war vor allem für den Aufbau und Betrieb der Serverlandschaft zuständig. Die Unternehmen realisierten die Lösung in zwei geografisch getrennten Rechenzentren. Beide Rechenzentren sind mit zwei Hochgeschwindigkeitsleitungen gekoppelt. „Die performante Anbindung der Rechenzentren ist die Grundlage für die gesamte Systemarchitektur“, betont Manfred Rüter, Account Manager bei BCC. „Die Strecken sind hoch redundant ausgelegt und über Kreuz gesichert.“ BCC sorgte schon in der Planungsphase dafür, dass kein Single Point of Failure entsteht. Alle Netzwerkgeräte sind mindestens doppelt vorhanden. Die SAN-Umgebungen beider Rechenzentren kommunizieren per Heartbeat, sodass Unregelmäßigkeiten sofort angezeigt werden.

 

Die Server-Landschaft weist zehn dedizierte Server auf, fünf Datenbank-Server sowie fünf Applikations-Server. Dabei teilen sich die Systeme in drei verschiedene Bereiche: Auf dem Produktionssystem laufen die E-Business-Applikationen. Kunden von Hannover Rück haben hier jederzeit Zugriff. Die Preproduktion stellt die Testumgebung für neu entwickelte Applikationen und deren Optimierung, denn während der Entwicklung ist es theoretisch nur schwer abzuschätzen, wie sich die hoch komplexen Applikationen untereinander verhalten. Deshalb sind immer wieder Live-Tests erforderlich. Der dritte Bereich der Systemlandschaft ist für das Development der Applikationen vorgesehen.

 

RAC und Load Balancer sorgen für verbesserte Auslastung

 

Aufgrund der hohen Anforderungen an die Verfügbarkeit laufen Produktions- und Preproduktionsumgebung jeweils auf drei Servern. Die Entwicklungsumgebung ist mit geringerer Verfügbarkeit auf nur einem Server angebunden. „Um die Ausfallsicherheit und gleichzeitig die Effizienz zusätzlich zu erhöhen, haben wir uns entschieden, einen Real Application Cluster (RAC) einzusetzen“, erläutert Dirk Hoffmann, Projektleiter bei BTC. „Der RAC verhält sich gegenüber der Applikation, obwohl physikalisch auf verschiedene Geräte verteilt, wie eine einzige große Datenbank.“ So bekommt die Anwendung gar nicht mit, mit welchem der Server sie eigentlich kommuniziert. Hier greift das Active-Hot-Failover-Prinzip: Fällt ein Serverknoten aus, übernimmt ein anderer automatisch den Betrieb. Dafür sorgt auch ein Load Balancer. Er verteilt die Anfragen an die Systeme abwechselnd auf die verschiedenen Geräte, sodass die Auslastung permanent gleich verteilt ist.

 

Beide Rechenzentren sind nach den aktuellen Standards ausgestattet. Das belegt die TÜV-Zertifizierung der Stufe drei. Ein zentraler Firewall-Cluster schützt die gesamte Serverlandschaft vor unerlaubten Zugriffen von außen. BCC verwendete hier Geräte, die keine bekannten Sicherheitslücken aufweisen und noch nie gehackt wurden. Sie filtern zusätzlich auf Applikationsebene. „Maßgeblich für die Umsetzung war gerade im Security-Bereich unsere Prozesskompetenz durch das Verwenden von ITIL“, erklärt Rüter. „Daneben konnten wir von unserer ISO-27001-Zertifizierung profitieren. Durch sie haben wir das Know-how, mit sensiblen Daten und Informationen umzugehen.“

 

Individueller Service abseits des Standards

 

Spezialisten überwachen Netz und Systeme rund um die Uhr, um im Störfall sofort einzugreifen. Ein umfassendes, transparentes Monitoring und Reporting ist jederzeit über das BCC-Serviceportal abrufbar. „Unsere Geschäftstätigkeit dehnt sich auf die ganze Welt aus. Da müssen unsere Systeme permanent voll verfügbar sein – egal welche Tageszeit wir hier in Deutschland gerade haben“, betont Junior. Dementsprechend waren individuelle Serviceleistungen ausschlaggebend für den Erfolg des Projektes: „In unserer Situation können wir keine Standard-SLAs und -AGBs gebrauchen. Die Leistungen müssen zu unseren speziellen Anforderungen passen. BCC und BTC haben sich hier von Anfang an im Systemdesign so aufgestellt, dass die SLAs auch technologisch sichergestellt sind, nicht nur auf dem Papier.“

 

Der sportliche Umsetzungszeitplan stellte eine weitere Herausforderung an BCC und BTC: Innerhalb von drei Monaten setzten sie das Projekt um. Die Nutzer der Applikationen sollten dabei während der gesamten Zeit uneingeschränkten Zugriff auf die Anwendungen haben. Das machte zunächst den Parallelbetrieb von alter und neuer Lösung notwendig. Beide Unternehmen haben sich sehr schnell an die Komplexität unserer Applikationslandschaft gewöhnt und während des Projektes durchgängig eine hohe Verantwortungsbereitschaft gezeigt. Wir nehmen BCC und BTC als Partner auf Augenhöhe wahr. Sie sprechen die gleiche Sprache wie wir und gehen individuell auf uns ein. Damit wird auch unsere weitere Zusammenarbeit erfolgreich.“



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